Hundesportfamilie
Lächeln !!! Lächeln !!!

 

Bundessiegerprüfung ’09 in Groß-Grönau

 

Hier mein kleiner Bericht dazu.

Anreise am Freitag den 03.07.09 und ich bekomme tatsächlich den besten Platz für meinen Wohnwagen und den Bulli. Einfach genial. Eine wahnsinns Hitze (na ja für Norddeutsche). Mit immerhin 29 Grad im Schatten und über 30 Grad in der Sonne (macht also gefühlte knapp 60 Grad gesamt). Wer je bei schon immerhin 60 Grad in der Sauna war… Und wir hatten klamotten an. Ich hatte ja vorsorglich extra keine ! kurze Hose mitgenommen, was eine extrem tolle Entscheidung war. So im nachhinein.

 

Eine wunderschöne Platzanlage vom Hundeverein Groß-Grönau. Eine tolle Versorgung über die gesamte Zeit. Respekt für diese Organisation und den Verein. Wie viel Scheiben müssten sich andere davon abschneiden?

Eine Platzanlage die es wert ist eine solche Veranstaltung, aber auch jede andere Hundesportveranstaltung, durchzuführen. Absolut. Ich bin immer wieder beeindruckt. Eine straffe Organisation, teilweise bis auf die Minute genau geplant. Und alles flutscht. Jede Menge Helfer (so kleine fleißige Bienchen, die überall im roten T-Shirt, gut erkennbar, rumwuselten). Ich denke mal alle Teilnehmer waren davon beeindruckt und begeistert. Natürlich nicht die aus Groß-Grönau selber, für die war es sicher Alltag.

 

So und jetzt gehe ich wieder auf unseren Platz, schaue mich um, niemand da um mich zum Platz zu begleiten, Küche kalt, wie soll ich mich je wieder an diese Verhältnisse gewöhnen?

 

Dann am Freitag noch ein Probetraining mit 2 mal 5 Minuten. Wer je nur 5 Minuten Zeit hatte mit seinem Hund auf den Platz zu gehen, die Leine abzumachen, die erste Fußposition zu einzunehmen und dann schon wieder zu hören „denk bitte an die Zeit“, der weiss wie kurz 5 Minuten sein können. Wer aber für läppische 4 Minuten im Versteck steht und seinen Hund in der Ablage nicht beobachten darf, der fragt sich woher diese gravierenden Zeitunterschiede herrühren. Ich denke mal für die Ablage haben die Stewards spezielle langsam-lauf-Uhren. Da sind 4 Minuten eher wie 8 oder 10. Im Versteck kann man ganze Romane mit den anderen Teilnehmern austauschen. Und zwischendurch noch ca. 120 mal denken „Du bist ein liebes Hundi und bleibst ganz brav auf Deinem Platz, trotz der Ameisen und Fliegen um Dich rum und trotz der Hitze“.

 

Probetraining (oder wie das auch heisst) lief echt bescheiden. Da war ich ja noch voller Hoffnung, dass wenn die Generalprobe nicht so läuft usw. Aber der Sonntag sollte mich lehren, dass solche Sprüche einfach Scheiße sind. Die Realität ist viel grausamer. Und warum musste die Realität gerade mich auswählen? Aber ich denke ich hatte es mir mit irgend etwas schon verdient.

 

Die Auslosung: Grosse Ereignisse in spannender (Huah) Atmosphäre.

Ich durfte am Freitag abend meine Startnummer und für Dorie natürlich den Abliegeplatz  auslosen. Die Chance auf den selben Hund (der, der aufsteht für kastrierte Hündinnen um Ihnen zu zeigen, wie schön das Leben sein kann, wenn man nicht gleich Schwanger wird) zu stoßen wie in der vorherigen Prüfung in Grönau (und er war wieder dabei) betrug mal ganze 3%. Und welches ziehe ich? Genau, Volltreffer. Ich hab mich so geärgert, dass ich vorher kein Lotto gespielt habe. Und da war am Freitag schon die erste Aufregung für Sonntag gebucht. Jawoll. Warum sollte es auch laufen für die Prüfung, ich habe schließlich schon bei der Wahl meines WoWa-Stellplatzes mein Glück aufgebraucht.

 

Noch ein paar Gespräche und ab in die warme Kiste. Wobei ich schon den ganzen Tag wirklich viel über Obedience und den ganzen Kram drum rum geredet habe. Es war super interessant und hat riesig Spass gemacht.

 

Am Samstag liefen dann die 1er und 2er. Es waren sehenswerte Prüfungsläufe dabei. Eine, wie ich fand, wirklich gute Leistungsrichterin und allgemein ein schöner Tag. Ich habe, das soll ja vorkommen, wirklich nette Leute neu kennen gelernt.

 

Der Samstagabend war dann ein vom Verein organisierter Themenabend (Italiano, wobei wir immer noch besser Fussball spielen) Aber da ging es ja auch nicht um Fussball, sondern um Essen und trinken und die Atmosphäre mit italienischem Flair. Auch den ganzen Samstag viiiele tolle Gespräche geführt. Und ich habe festgestellt, dass man unbedingt und auf jeden Fall Leute persönlich kennen lernen sollte um sich ein Urteil zu erlauben. (Ja, ich bin lernfähig, auch wenn ich schon über 25 bin)

 

Der Samstag abend stand dann wieder ganz im Zeichen von Gesprächen. Vielen Dank hier an Sabine und Bianca (die sich aber schon deutlich zu früh verabschieden musste). War das ein klasse interessanter Abend, Sabine, oder? Gegen Mitternacht war dann allerdings Sendepause. Ich musste in mein Schlafgemach auf Rädern. (Schönheitsschlaf ist soooo wichtig)

 

Dann die Prüfung am Sonntag:

Gruppenarbeit hat funktioniert, keiner ist aufgestanden, wir haben ja auch heimlich noch geübt mit dem anderen Rüden (auf dem Löseplatz, aber nix verraten). Und es hat gewirkt. Wobei Dorie in der Ablage bzw. beim Absitzen schon mal wieder sehr unruhig war.

 

Und wieder diese super Organisation. Wirklich nette Richter mit Uwe Wehner im Ring 2 für die Fussarbeit, 8er Quadrat und Abrufen mit Steh und Platz sowie Suzann Pöhling als Steward (oder Stewardess, keine Ahnung was korrekt ist) und Erling Ohlsen in Ring 1 für die übrigen technischen Übungen mit Andreas Rieschick als Steward. Selbstverständlich wieder eine ganze Heerschar von Helfern, die einen toll begleitet hat durch die Prüfung.

Und dann ich, der dies nicht zu würdigen weiss durch eine fantastische Prüfungsleistung. Ich war aber bis zum Schluss unserer nicht erwähnenswerten Prüfung, in euphorischer Stimmung, allein durch die Klasse Atmosphäre in und um die Ringe. Eine tolle Erfahrung muss ich sagen. Alle 3 Richter (an beiden Tagen) haben einen klasse Job auf wirklich hohem Niveau hingelegt.

 

Es gab richtig tolle Prüfungsläufe zu sehen. (Wenn man sich darauf konzentrieren kann) Die Ergebnisse und Platzierungen der Top Obedience-Sportler waren aller Ehren wert. Dort ein V zu laufen ist schon eine klasse Leistung. Und die drei ersten Plätze waren mit den Sportlerinnen belegt, die ich persönlich dort auch erwartet hätte. Brigitte Lange, Sabine Witfeld und Uschi Englert. Herzlichen Glückwunsch.

 

Mich sucht man besser in der Kategorie „ferner liefen…..“

Von daher wird dies auch für unbestimmte Zeit meine (fast, eine habe ich noch gemeldet) letzte Obedience-Prüfung mit Dorie gewesen sein.

 

Wir sind noch nicht soweit. Vielleicht werden wir nie soweit sein. Wer weiss das schon genau. (Weiß der Geier – neee, noch nicht mal der)

 

Dann zum krönenden Abschluss der Veranstaltung eine Siegerehrung respektabler Größe.

Die ganze Sache war ein guter Abschluss der 3 Tage.

Sachen packen, WoWa ankuppeln und um 19.30 Uhr den Platz verlassen. Gegen 23.00 Uhr war ich dann leicht geschafft wieder zu Hause.

Es war für mich eine gute Erfahrung und nicht umsonst. (Nein, aber vergebens)

Eigentlich sollte sie da sitzen Eigentlich sollte sie da sitzen