PHV Alstertal – Obedience Turnier am 11.04.2010

 

Ein ganz normaler Sonntag in meinem ganz normalen Leben, na ja fast.

Es war mal wieder ein Turnier-Sonntag ohne Ausschlafen dafür mit leeren Autobahnen am Sonntagmorgen. In Hamburg (genau wie auch bei mir zu Hause) war es ziemlich frisch und kalt. Wie an einem Sonntag im April eben so üblich. Dorie war gut drauf, besser als ich.

 

Eigentlich (wenn es nur dieses dämliche Wort nicht gäbe) war ich nicht gut drauf. Keine Lust auf Obedience. Ich hatte mir daher in meinen düsteren Gedanken auch schon alles in schönes Grau getaucht.

Dorie hatte ich im Vorfeld schon auf ein paar Nuller hin abgestempelt und wollte eigentlich nur so den Tag rum bringen.

Dazu war auch noch ein Richter zugegen, der wirklich fair und gleichmäßig für alle richtet, der aber immer wenige Punkte mit im Gepäck hat. Ich finde ihn trotzdem klasse.

 

Dann hieß es warten auf den Start. Ein bisschen spazieren gehen, ein bisschen quatschen, Kaffee und andere Köstlichkeiten genießen. Neue Dinge erfahren, wie man eben so einen Tag bewältigt. Aber ich war, wahrscheinlich aufgrund meiner trüben Grundstimmung, wenigstens nicht wirklich aufgeregt vorher.

 

Dorie hat mir auch wieder mal 3 Nuller beschert in der Prüfung. Die Ablage (wie ungewöhnlich für einen sooo ruhigen Hund), die Box („ich weiß nicht, wo ich hier bin und was ich hier soll und wo soll ich überhaupt hin“ stand in Großbuchstaben auf ihrer Stirn) und netterweise auch noch die Distanzkontrolle mit nervösen Füßen. Aber, zum Glück gibt es ab und an ein „Aber“ bei Dorie und somit die Belohnung für den ganzen Tag, und die machte mich doch noch so glücklich wie nur was.

Abrufen mit Steh und Platz (für mich immer noch die schwierigste Übung im Obedience).

Dorie ist endlich mal nicht durchgelaufen, sondern hat ein Steh und ein Platz gezeigt, sodass es dafür eine fette 10 gab. So ein Hammer. Wie im Training. Der Richter meinte es wäre eine wirklich perfekte Übung gewesen. Und er hatte ein Lächeln im Gesicht.

 

An genau der Stelle hätte ich den Rest ruhig beenden können und glücklich nach Hause fahren.

 

Die Pylos für die Box und den Richtungsapport hat sie in der gleichen Geschwindigkeit und dem gleichen Steh gezeigt wie beim Abrufen, ebenso ein Hammer und für mich die gewünschte Geschwindigkeit.

 

Der gerichtete Apport war auch vom gesamten Tempo zumindest für mich eine gute Show. Die Box wie schon beschrieben hat erst im 2. Versuch einen Besuch von Dorie erhalten, der war aber aller Ehren wert. Nur: Es gibt keine 2. Chance im Obedience.

 

Metall und Hölzchen waren auch wirklich so, wie ich es mir erhofft hatte. Nur ein bisschen unruhiges Halten der Gegenstände. Aber sonst in der Geschwindigkeit, die ich so toll finde. Nämlich Vollgas.

 

So hat es denn mit Vollgas zum letzten Platz gereicht. Was auch sonst.

 

Aber ich denke mal die meisten können sich noch an Dorie erinnern. Sie ist ein toller Mali mit viel Dampf (den ihr leicht beschränktes Herrchen auch nicht richtig eindämmt).

 

Aber was soll’ s, Hauptsache die Haare liegen.    

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