Okay, er war nicht dabei, aber toll ist er. Okay, er war nicht dabei, aber toll ist er.

 

Obedience-Turnier am 21.05.09 in Groß-Grönau

Und ich habe es doch wieder getan. Eigentlich frage ich mich öfter (ja, ab und an rede ich mit mir) „warum tust Du Dir das an? Immer diese Turniere, verdammt früh aufstehen, den ganzen Tag auf irgendwelchen Hundeplätzen abhängen und am Ende eines langen Tages schon wieder diese Frage: Warum tust Du Dir das an?“ Ja warum eigentlich. Und wofür überhaupt. Für teilweise zweifelhafte Ergebnisse in einer manchmal doch seltsamen Hundesportart. Meinen Hunden ist es garantiert Sch…egal ob sie auf diesem Turnier laufen oder nicht. Und was tun wir manchmal damit auch unseren Hunden an. Ich habe z. B. den kleinen Chili malträtiert. Es ging ihm gar nicht gut. Das hat sich nach dem Turnier deutlich gezeigt. Erbrechen, warme Schnauze, kein Durst dann noch Dünnpfiff dazu. Dafür hat er am 21.05. noch 241 Punkte und ein SG „gerissen“. Sorry Chili, dass ich das nicht registriert habe am Turniertag. Und eben schon wieder diese Frage nach dem „Warum“. Antwort: Für unsere eigene kleine Seele. Da sind wir eben Egoisten. Ist eben so.

Der Turniertag war gefühlte 2000 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 137,8 %. Natürlich ideale Bedingungen für absolute Topleistungen. Gerade für Chili, wenn man sich sowieso schon besch…. fühlt. So habe ich Chili noch nie hinterher hängen sehen. Eher prellt er etwas vor. Auch eine „getrabte“ Box kenne ich so gar nicht.  So kam eins zum anderen.

Nächstes Mal werde ich 100-mal mehr auf irgendwelche Signale von Chili achten.

Aber ich hatte ja auch noch Dorie mit. Mein gesamtes Aufreg-Potenzial habe ich schon bei Chili aufgebraucht und so war ich eigentlich doch recht entspannt. Mein Lieblings-Mali.

Es kommt aber so oft so anders, als man es erwartet. Absitzen also. Ich war so froh, dass Dorie seit längerer Zeit wirklich sitzen und liegen bleibt. Zwar unruhig wie eine Prinzessin auf einem Ameisenhaufen, aber sie bleibt sitzen und liegen. Eigentlich. Wären da nicht die Einflüsse anderer Hunde, die Dorie genau so toll finden wie ich. So einen hatte sie neben sich. Aufstehen, zu Dorie hin, abschnüffeln von oben bis unten, zum Spielen auffordern und vielleicht auch mehr???? Der Schelm. Dorie konnte bei so viel Bedrängen einfach nicht sitzen bleiben. Sie kommt dann, weil Ihr die Situation unangenehm ist, zu mir, um Schutz zu finden. Brave Dorie.

Dann die Ablage, liegt logischerweise der gleiche Rüde neben ihr und blinzelt schon mal rüber mit was auch immer für Gedanken im Kopf. Dorie ist jedoch nicht bereit schon beim ersten Treffen alles zu zulassen. Also aus dem liegen, ich war gerade 5 Schritte weg, ins Sitzen und somit die wichtigen Zonen geschützt. Rüde steht wieder auf, wird aber festgehalten vom Steward. Und Dorie sitzt sauber 4 Minuten außer Sicht.

Ich war leicht (wie sagt der Engländer?) pissed on. Die Prüfung war dann auch im Gesamten eine unruhige Show, was uns der Richter auch immer wieder betont hat. Dazu habe ich noch in der Fußarbeit „geeiert“. Und somit war nix zu reißen. Aber Dorie war ansonsten zum Knuddeln. Lieb zu allen und absolut verträglich. Zumindest im richtigen Leben klappt es also.  So bin ich nach einem langen Tag noch einen langen Weg nach Hause gegurkt. Und schon wieder diese Frage. Ich hasse sie. Wie oft noch? Ich weiß es nicht. Bis ich irgendwann mal ein Einsehen mit meiner kleinen Seele und meinem Ego habe.

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