Obi-Prüfung in Rotenburg 25.10.2009
(wie OBI macht eine Prüfung? In was denn? Baumarktkenntnisse?)
Also ich meinen Akkuschrauber eingepackt und los. Zum Glück hatte ich noch Dorie dabei, es war nämlich eine Obedience-Prüfung. (Und ich hatte mich schon auf „Männerparadies“ eingestellt.)
Die Startfolge war in Rotenburg mal umgedreht, sodass die Klasse 3 als erste Klasse „dran“ war und die Beginner durften warten.
Es war echt klasse. Ich konnte mich tatsächlich nach meinem Start auf das Mittagessen freuen.
Sonst ist es ja mit dem Essen immer so eine Sache, vor Anspannung schmeckt es nicht so richtig bzw. ich esse gar nichts und wenn ich mit der Prüfung am Nachmittag dann fertig bin, ist meist sogar der Kuchen schon alle. (Okay, ich kann es vertragen, aber trotzdem…)
Nun froh und munter in die Prüfung. („Froh und munter“ müsste man hier eigentlich durch 2 teilen, mir fällt aber nix Besseres ein).
Dorie war deutlich übermotiviert und hat dies auch echt zum Ausdruck gebracht mit unruhigem Sitz und Platz, nervigen Geräuschen bei der Fußarbeit, Entlastungsbeller während der Übungen aber einer sonst klar erkennbaren, unbändigen Freude. Die Geschwindigkeit in einzelnen Übungen ist schon toll für mich anzuschauen. Und ich möchte das auch gar nicht anders. Da soll ruhig der Entlastungsbeller kommen. Unruhiges Platz jedoch in den Übungen ist ein Punkt, an dem wir echt arbeiten müssen. Aber es war wahrscheinlich Dorie’s schnellste Geruchsunterscheidung überhaupt. Und der geschätzte 4,5m Sprung über die Hürde hin und mit Metall wieder zurück ist schon klasse. Das Knautschen aber selbst auf dem Metall ist auch so ein Punkt, den ich eigentlich abstellen müsste.
Dies unruhige Platz in den einzelnen Übungen hat uns echt richtig viele Punkte gekostet. Und dann auch noch das unnötige Doppelkommando vom verwirrten Hundeführer … tzz tzz tzz. Ich habe mir eine geschätzte Millisekunde später kräftig auf die Zunge gebissen. Und an Dieter Nuhr gedacht mit seinem Spruch: „Einfach mal die Fresse halten“.
Eines ist mir jedoch schon bei den Gruppenübungen aufgefallen, die Uhr vom Steward schien dort schneller zu laufen als anderswo. Wir konnten uns im Versteck gar nicht so richtig austauschen, da war schon wieder die Wartezeit um. Ich habe schon gedacht wir müssten auf dem Weg zu den Hunden noch zu Ende reden, habe mich aber zurückgehalten.
Es war eine sehr schöne Prüfung und eine sehr gute Organisation dort. Und der „Chef“ kocht dort selber. Lecker. Wären nicht auch die Leute dort alle so nett, so wäre das Essen für mich ja schon Grund genug für eine Wiederholung im nächsten Jahr. Ich freu mich schon drauf. Und bestelle hiermit schon mal einen Startplatz. (Oder 2, oder 3?) Mal schauen.
Der Nachmittag war jedenfalls mal echt entspannend. Ich fand die Regelung die Startfolge zu tauschen, richtig klasse.
Und mir hat meine eigene Prüfung, bzw. mein Hund, dort richtig gut gefallen. Zum V hat es zwar nicht gereicht, aber Dorie hat viel Freude gezeigt (fand ich mal so) und auch schöne Einzelübungen präsentiert. Ergebnis : 238,5 Punkte und Platz 2